Zero Waste im Alltag: Von Trennungen, Unicorns und Recycling-Strukturen

Nov, 2021 , 3 min


Wir wollen im November über Müll und Trennung reden! Spoiler: es wird nicht um die letzte gescheiterte Beziehung gehen.

In Deutschland wird Müll getrennt… Reicht das nicht?!

Durchschnittlich wurden 2019  in Deutschland 457 kg Haushaltsmüll pro Kopf produziert (dazu zählen Restmüll, Bioabfälle, Wertstoffe, Sperrmüll und sonstige Abfälle; Quelle: Statistisches Bundesamt). 457 kg ist in etwa das Durchschnittsgewicht von einem ausgewachsenen Pferd - und von Unicorns, in unserer Phantasie zumindest. 2019 lag die Einwohnerzahl in Deutschland bei 83,2 Millionen Menschen. Das heißt allein in Deutschland wurden in dem Jahr ca. 38 Millionen Tonnen Haushaltsmüll produziert oder eben 83,2 Millionen Unicorns. 

Un-Circular Economy

Den Großteil dieser Menge macht vor allem Verpackungsmüll aus, insbesondere Plastik und Papier. Das Problem bei der Sache ist, dass bestimmte Materialien sich nicht bzw. nur sehr schwer recyclen lassen, wenn nicht akribisch getrennt wird. Ergo: nicht einmal die Hälfte des Mülls, der in Deutschland produziert wird, kann wiederverwendet werden. Das liegt zum einen an den Materialien als solche und zum anderen an der unzureichenden Trennung. Dabei ist das Thema Recycling enorm wichtig, da in Zukunft noch mehr Rohstoffe wiederverwendet sowie die ohnehin begrenzten Ressourcen geschont werden müssen.

Durch Mülltrennung und -vermeidung CO2 sparen

Nicht nur die Trennung des Haushaltsmülls kann den Müllkreislauf stark verbessern, auch eine bewusste Reduktion der Müllproduktion ist sehr sinnvoll, denn bei der Herstellung und Entsorgung kann massiv CO2 gespart werden. Industrie und Gewerbe sitzen natürlich am größten Hebel wenn es um das Thema Müll geht, aber schlussendlich richten diese sich nach den Verbraucher*innen. Folglich können Verbraucher*innen ihren Teil dazu beitragen und dadurch einiges bewegen!

Wir setzen uns bei Unicorn Workspaces im November intensiver mit dem Thema Zero Waste im Alltag auseinander und haben uns einige Highlights für den Monat überlegt.

Was steht im November auf der Agenda?

Jeden Montag  stellen wir spannende Tipps vor, wie Müll im Alltag reduziert werden kann. Die ersten Tipps gibt es schon im nächsten Abschnitt!

Am 15. November kommt ein Quiz mit dem Ihr herausfindet, wie stark Zero Waste Euren Alltag schon beeinflusst.

Hier kommen die ersten Tipps für weniger Waste:

1. Ditch the dish sponge
Schwämme für den Abwasch sind für die Umwelt ziemlich uncool, da sie (Mikro-)Plastik beinhalten und Einwegprodukte sind. Stattdessen ist es besser, auf plastikfreie Spülbürsten (z.B. Bambus Spülbürsten) oder wiederverwendbare Schwämme aus Luffapflanzen zu setzen.

2. Umstieg auf feste Seife, Duschgel oder Shampoo
Seife, Shampoo und Duschgel zählen im Haushalt zu den Produkten, von denen wir oft mehr konsumieren, als eigentlich notwendig ist. Die Folge davon ist, dass wir unnötig zu viel Müll verursachen. Immer häufiger sieht man jetzt die klimafreundlichere feste Alternative zu den Produkten im Drogerie-Regal.

3. Ade Teebeutel 
Auch in den meisten Teebeuteln steckt Mikroplastik, was schlecht für uns und die Umwelt ist. Aber keine Sorge: Der lose Tee ist für Euch zur Stelle! Schnappt Euch ein Teesieb für die Tasse oder ein Set wiederverwendbarer Stoffteebeutel und mischt Euch Eure neue Lieblingsteesorte zusammen. 

Wir sind schon ganz gespannt, gemeinsam mit Euch im November noch mehr spannende Facts und Learnings zu Zero Waste im Alltag zu entdecken!

Last, but not least: Zum Finale der Zero Waste Month, wird es eine Panel Discussion, mit Raphael Fellmer von SirPlus und Norbert Richard Meinike von Natch Labs, geben. Diese könnt Ihr Euch bald auf unserem Blog anhören!