#14 Durch den Tag mit Nikolaus Röttger von FutureStory

Mai, 2022


Gute Geschichten für gute Geschäfte: FutureStory ist eine Business-Stroytelling-Beratung für Entrepreneure und digitale Pionier*innen. Wir übersetzen Strategien in überzeugende Botschaften, entwickeln Marken-Narrative, begleiten Change-Prozesse mit Transformation-Storys – und unterstützen unsere Kund*innen mit Positionierung und Business-Ghostwriting.

Wir freuen uns, dass FutureStory ein Zuhause in unserem Unicorn gefunden hat und begleiten Gründer Nikolaus Röttger durch seinen Tag.

8 Uhr – Schon längst hellwach oder noch im Tiefschlaf?

Mein Morgen beginnt auf jeden Fall: ohne Handy, ohne Emails, ohne Social Media und ohne Nachrichten auf dem Screen. Im Idealfall. Erst Familie, Frühstück und dann bin ich um 8 Uhr schon lange aus dem Haus und auf dem Weg ins Büro. Im Winter mit der Bahn, da schaue ich dann das erste Mal auf dem Handy nach, was ansteht. Jetzt im Frühling und Sommer geht es dann wieder aufs Rad, zack, nach draußen und schon mal 30 Minuten Bewegung durch die Stadt.

10 Uhr - Mitten in der Produktivitätsphase. Was brauchst Du um richtig produktiv zu sein?

Wir arbeiten als Team komplett remote: Morgens kurz nach neun ein schneller Team-Check-In für den Tag: Was steht an, was müssen wir wissen, wer ist wie erreichbar? Ab dann versuche ich meine Vormittage ohne Termine zu planen. Ich kann an der Stelle das Buch “At Your Best” von Carey Nieuwhof empfehlen. Er rät: Mach die Zeit, in der du am besten bist, um das zu machen, worin du am besten bist, zu deiner Green Zone. Halte sie frei von Zeit fressenden Meetings - und pack diese lieber an andere Stellen des Tages. Darum versuche ich vormittags keine Termine zu haben, mit Ausnahmen natürlich.

11 Uhr - Das erste Meeting, wie sieht für Dich ein gelungenes Meeting aus? Was ist Dir wichtig?

Das Wichtigste an Meetings ist nicht das Meeting. Es sind Vorbereitung und Agenda. Keine Handlung ohne Intention. Kein Meeting ohne Intention. Ich versuche wirklich jedes Meeting durchzuplanen und vorzubereiten: Was will ich erreichen? Wie viel Zeit brauche ich dafür? Wer muss dabei sein? Was kann ich  schon vorher schriftlich teilen, um das Meeting für Entscheidungen anstatt für unendlich langes Besprechen zu nutzen (Brainstorm-Meetings sind natürlich etwas anderes)? Ich arbeite gern digital in Meetings, mit Whiteboard und Post-it-Tools (Mural, Miro), aber schätze auch wirklich sehr, dass ich inzwischen wieder Menschen in Person zu Meetings treffen kann.

Einmal um den Block, raus an die frische Luft, das ist wichtig, das muss täglich drin sein. Gern auch zum Spaziergang mit anderen. Ein großes Mittagessen mit viel Rumgesitze muss nicht regelmäßig sein; das ist eher die Ausnahme, wenn ich wirklich mal wieder zu einem Meeting-Lunch verabredet bin.

18 Uhr – Feierabend oder geht es jetzt erst richtig los?

Ich freue mich sehr, dass wieder Events stattfinden, ich gehe gern unter Leute und lerne Neues. In der Regel aber versuche ich gegen 18/18:30 Uhr nach Hause zu gehen, dann gibt es Familie, Freund*innen oder Sport. Klar, gibt es Zeiten mit Deadlines oder Tage, an denen ich Workshops und Events auch abends noch moderiere. Die gehören dazu, dann beginnt die Eigen- und Sozialzeit halt später, auch das ist mal vollkommen in Ordnung. Was ich gelernt habe: Meinen Kalender zu meinem Vorgesetzten zu machen. So kann ich sehr viel besser selbst über meine Zeit bestimmen – und schon im Voraus gut einplanen, wann ich was machen möchte.

22 Uhr – Endlich Zeit für Dich! Wie nutzt Du KI in Deiner freien Zeit? Legst Du noch ganz analog eine Schallplatte auf oder lässt Du Deine Lieblingsmusik von Siri abspielen?

Keine KI nach 22 Uhr! - Diese Regel habe ich mir gerade ausgedacht, als ich die Frage gelesen habe. Ich bin großer Fan von Technologie und Digitalisierung, wenn sie uns Menschen dient. Hier liegt sehr viel Potenzial. Gleichzeitig wächst mit der Zunahme von Technologie auch die Sehnsucht und das Bedürfnis nach dem analogem Leben, nach Begegnungen und Austausch. Wir brauchen mehr Sowohl-als-auch statt Entweder-oder. Sowohl KI als auch analoges Leben. Sowohl Sprachsteuerung für den Speaker als auch ein Buch mit guten Gedanken und schönen Geschichten. Sowohl digitale Tools am Arbeitsplatz als auch Meetings in Person oder ein Schnack mit dem Community Barista. Auf 22 Uhr bezogen: Natürlich nutze auch ich Technologie spätabends. Aber es ist gut zwischendurch Pause zu machen. 22 Uhr ist dafür vielleicht eine gute Erinnerung.