#17 Durch den Tag mit Anna von Unicorn Workspaces

August, 2022


Ein paar Infos zu Anna: Seit 2019 ist sie Mitglied der Unicorn-Familie. Anna ist Unicorns Senior User Experience Managerin und Klimabeauftragte, d.h. sie ist verantwortlich für Unicorns visuelle Kommunikation und Service Strategien. Sie hat alles im Blick, was unsere sozialen und klimatischen Auswirkungen in unserem Unternehmen betrifft. 

8 Uhr – schon längst hellwach oder noch im Tiefschlaf?

Ich bin kein Morgenmensch und beginne meinen Tag  deshalb relativ spät. Ich bin eine dieser Personen, die 5 Wecker stellt und regelmäßig dabei die Snooze-Taste drückt, in der Hoffnung, wieder weiter im Schlummerland zu versinken. 

Aber wenn ich dann mal wach bin, mache ich mich schnell fertig, schwinge mich auf mein Fahrrad und bin um 10 Uhr in einem unserer Unicorn Büros. Dort bereitet ein*e Barista mir eine Haferlatte zu, die ich gerne mit Honig trinke. Mit etwas Obst oder einem Croissant bin ich bereit für den Arbeitstag. Du hast richtig gelesen,  Honig in der Haferlatte! Ich bin eine kleine Naschkatze, allerdings versuche ich den raffinierten Zucker in meinem Kaffee zu umgehen, in dem ich meinen Kaffee mit Honig verfeinere - es schmeckt köstlich und ich kann es jedem empfehlen mal auszuprobieren! 

10 Uhr - Mitten in der Produktivitätsphase. Was brauchst Du um richtig produktiv zu sein? 

Die meiste Zeit meines Tages verbringe ich vor dem Computerbildschirm, daher freue ich mich immer über Gelegenheiten, Aufgaben auch mal analog zu erledigen. Ich bediene ein bisschen das Designer*innen Klischee, denn ich liebe Post-Its und To-Do-Listen zu schreiben. Ich hänge mir die Post-Its an meinen Computer und aktualisiere sie regelmäßig, damit ich alle anstehenden Aufgaben auf dem Schirm habe. 

Was digitale Produktivitätstools angeht, bediene ich auch hier das Designer*innen Klischee, denn ich bin eine absolute Figma Verfechterin. Figma ist ein Tool zur Erstellung von Website und App Prototypes, aber es eignet sich auch fabelhaft für interaktive Teamprojekte und zum gemeinsamen Brainstormen. Wenn ich könnte, würde ich Figma für alles visuelle nutzen. Ich versuche auch Kolleg*innen dazu zu bringen, das wunderbare Programm zu nutzen. (Manchmal klappt es auch und sie verlieben sich genau so wie ich!) Wenn ich mich auf eine bestimmte Aufgabe richtig fokussieren muss, suche ich mir einen ruhigen Arbeitsort, setze meine Kopfhörer auf und höre isochronic tones / lo-fi.

13 Uhr - Der Magen knurrt. Was tust Du jetzt? Mit Business-Partner*innen über die neuen Analytics gehen? Müsliriegel und eine Runde joggen? Stubenhockerin oder Frischluftfanatikerin?

Wir haben einige tolle Slack Channels bei Unicorn, unter anderem #gif-talk, #wo-arbeitest-du, #music, #climate-channel und mein Favorit: #gendarmenmarkt-lunch. Da schreibe ich relativ regelmäßig rein, um zu schauen, wer bei der Gruppen-Lunch-Bestellung dabei ist oder zum nächsten Supermarkt geht, um dann im Park zu lunchen.

Meine Top  3 der besten Lunches bei Unicorn:

  1. Kartoffelsalat-Wettbewerb: ein Contest zwischen allen Unicorn-Mitarbeiter*innen, um endlich herauszufinden, ob der beste Kartoffelsalat mit Mayonnaise oder Essig und Öl ist. (Mayo gewinnt für mich immer) 
  2. Salat-Dienstag: Jedes Unicorn bringt eine Salatzutat mit und es entsteht eine große Salatbar, wo jede Person einfach einen köstlichen Salat der Wahl kreieren kann. So entsteht auch mal ein Nudelsalat oder ein leichter grüner Salat. Alles sehr lecker!
  3. Shakshuka: Am letzten Arbeitstag eines Kollegen, haben wir gemeinsam Shakshuka gemacht. Er hat das Rezept aus seiner Heimat, mit uns geteilt und gekocht. Es war ganz besonders für mich, weil ich an dem Tag ein tolles Rezept gelernt habe. Seitdem bereite ich es immer gerne zu und es schmeckt immer fabelhaft!

Seit neustem haben wir auch ein wöchentliches Team-Mittagessen, bei dem alle Unicorn Mitarbeiter*innen ins Unicorn Headquarter am Gendarmenmarkt kommen, um gemeinsam zu lunchen. 

16 Uhr - Kreativitätstief. Was machst Du, wenn die Kreativität sich nicht rauskitzeln lässt?

Es ist schwierig mich zur Kreativität zu zwingen. Ich war lange sehr hart zu mir, wenn ich eine kreative Blockade hatte und war frustriert, wenn ich nicht direkt in den Kreativ-Flow kam. 

Zwar hab ich immer noch einen hohen Anspruch an mich und meine Arbeit, aber ich hab mir den Druck genommen, immer den Gedanken zu haben, was passieren könnte, wenn ich ein Projekt vergeige. 

Was bei mir aber immer funktioniert: 

- Kurze Deadlines: Ich fange einfach an und akzeptiere den Prozess, dass die erste Idee wahrscheinlich nicht direkt die Beste ist. Dann arbeite ich solange daran, bis ich damit zufrieden bin.

- Alleine arbeiten: Ich versuche Ablenkungen zu vermeiden, indem ich meine Lieblings-Playlist anmache oder mich in eine ruhigere Umgebung mit weniger Menschen setze.

- Gemeinsam arbeiten: Es inspiriert mich, mit anderen Kolleg*innen an kreativen Aufgaben zu arbeiten. Es fühlt sich ganz intuitiv an, wie wir gemeinsam brainstormen. Dabei entstehen ganz alberne Ideen oder sehr pragmatische Ideen, die schließlich zu einer sehr guten Lösung führen.

- In einer kreativen Krise: Ich akzeptiere es in dem Moment und erlaube mir, kleinere Aufgaben zu erledigen. Dann beantworte ich Slack-Nachrichten und E-Mails, erstelle To-Do-Listen, organisiere meinen Schreibtisch oder gehe meine Aufgaben bei Linear durch. 

- Wie ich bei Langzeitprojekte, die keine hohe Prio haben, motiviert bleibe:  Ich versuche immer nachzuschauen, ob der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um das Projekt anzugehen. Denn manchmal ist es so, dass ich zwischen zwei großen Projekten eine Pause brauche, das ist dann der richtige Zeitpunkt, um solche Langzeitprojekte in den Angriff zu nehmen.

18 Uhr –  Feierabend oder geht es jetzt erst richtig los?

Ich habe ziemlich flexible Arbeitszeiten und habe das Glück, selbst entscheiden zu können, wann ich arbeiten möchte. Meistens fange ich um 10 Uhr an und gehe um 18 oder 19 Uhr. Bei sehr schönem Wetter, gehe ich aber auch etwas früher und wenn ein zeitintensives Projekt ansteht mit einer strikten Deadline, bleibe ich länger auf der Arbeit, um alles zu erledigen. 

In meiner Freizeit besuche ich gerne Design- oder Klimaveranstaltungen in Berlin. Da schaffe ich mir einen Überblick über die neuesten Trends und Meinungen von anderen Personen, die sich auch mit dem Thema beschäftigen. Letztens war ich auf dem UX-Camp mit Gesprächen und Präsentationen, in denen es um Themen ging, wie man User Experience nachhaltiger gestalten kann oder wie man mehr Transparenz über Mental Health auf der Arbeit schafft.

22 Uhr – Endlich Zeit für Dich! Serienjunkie, Musikliebhaberin, Bücherwurm, oder Podcastbingehörerin? Womit beschäftigst Du Dich in Deiner Freizeit?

Ich höre meistens Podcasts, wenn ich unterwegs bin. In den Podcasts, die ich gerne höre, geht es um soziale Gerechtigkeit, Design, Mental Health, kurze historische Biografien und Tagesnachrichten. “99% Invisible” kann ich empfehlen - die Hosts erzählen immer faszinierende Geschichten über Architektur und Design mit einem geschichtlichen und kulturellen Kontext. Auch zu empfehlen ist die Erste Podcast Staffel “Nice Try!” - Da geht es um historische Ansätze, um Utopien zu verwirklichen. 

Aber ich mag auch gerne kreative und bizarre Zeichentrickserien (Futurama, The Midnight Gospel, Tuca und Bertie, Avatar the Last Air Bender). Dazu kommt mein guilty / not so guilty pleasure und das einzige Reality-TV, das ich ertrage: RuPauls Drag Race.