New Work-Welt: Networking für Anfänger*innen und Nicht-Netzwerker*innen

März, 2024


Viele Menschen an einem Ort, es geht von einem Smalltalk in den anderen. Visitenkarten wechseln die Besitzer*innen. LinkedIn-Anfragen gehen heraus. Du kommst nach einem Networking-Event nachhause. Euphorie oder Erschöpfung? Während einigen netzwerken richtig Spaß macht, finden es andere einfach nur anstrengend, oder sogar unangenehm. Wie kann trotzdem genetzwerkt werden und ist das überhaupt notwendig?

New Work und Networking: wie wichtig ist netzwerken?

Networking ist weit mehr als Visitenkarten und LinkedIn-Kontakte sammeln. Was sind berufliche Netzwerke? Netzwerken ist die Kunst Beziehungen aufzubauen, zu pflegen und zu nutzen, um berufliche Ziele zu erreichen. Es ermöglicht den Austausch von Ideen, Wissen und Erfahrungen zwischen Menschen, sei es persönlich oder virtuell. Was bedeutet Networking Skills? Beim aktiven Knüpfen von Kontakten geht es um das Entdecken von Gemeinsamkeiten und das Schaffen eines unterstützenden Netzwerkes. Hierbei spielen Authentizität, Offenheit und das Schaffen von Vertrauen eine bedeutsame Rolle. 

In der New Work-Welt kann Netzwerken Türen öffnen. Networking bietet eine Plattform für den Austausch von Ideen und Perspektiven und das Finden von innovativen Lösungen und kreativen Ansätzen. Ein starkes Netzwerk kann die eigene Karriere vorantreiben: Kontakte können zu beruflichen Mentor*innen, Ratgeber*innen oder sogar zu potenziellen Arbeitgeber*innen werden. Gerade in herausfordernden Zeiten ist ein starkes Netzwerk eine wichtige Stütze. In der Startup-Szene ist der Aufbau eines Netzwerkes auch daher wichtig, da so Investor*innen und Geschäftspartner*innen kennengelernt werden können. 

In der digitalen New Work-Welt ist Networking mehr als nur ein Softskill, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor. Gute Nachrichten für alle, die nicht gerne netzwerken: Networking muss, aber nicht nur Smalltalk und Events bedeuten. 

Netzwerken umdenken: mehr Authentizität und nachhaltige Beziehungen aufbauen

Es gibt viele Gründe, warum Netzwerken (einigen) richtig Spaß macht.  Networking ist eine tolle Möglichkeit, um professionelle Kontakte kennenzulernen, Ideen auszutauschen, Wertschätzung zu erfahren und vielleicht sogar eine neue Karrieretür zu öffnen. Es gibt aber auch viele Gründe, warum netzwerken keinen Spaß macht. Einige finden, den wiederholten Smalltalk aufgesetzt und anstrengend. Anderen fällt es vielleicht gar nicht so leicht, sich mit (vielen) Menschen zu unterhalten und sind überfordert. “Je mehr, desto besser”, denken sich viele, wenn es um den Aufbau eines Netzwerkes geht. Aber ist es nicht vielleicht sogar besser, wenn Du das nächste Netzwerk-Event nicht mit 50, sondern fünf LinkedIn-Kontakten verlässt, die dafür aber wirklich interessant sind?

Netzwerken muss nicht anstrengend sein. Oder zumindest nicht so anstrengend, wie Networking für viele gerade ist. Dafür müssen wir Netzwerken umdenken. Anstatt Quantität können wir auf Qualität setzen: wenn mit weniger Menschen gesprochen wird, dann gibt es die Chance in die Tiefe zu gehen. So können Gesprächspartner*innen gefunden werden, mit denen wirklich Gemeinsamkeiten bestehen, die spannend sind und mit denen ein authentisches Gespräch, oder immerhin ein authentischer Smalltalk geführt wird. Dies macht es auch einfacher, diese Beziehung zu pflegen. Beim Networking geht es nicht nur um den Aufbau von Beziehungen, sondern auch um die Pflege dieser. Dies ist einfacher, wenn weniger Beziehungen gepflegt werden und man dies gerne tut. 

Drei Tipps fürs nächste Netzwerk-Event

Für alle Netzwerk-Anfänger*innen oder Nicht-Netzwerker*innen haben wir drei Tipps für das nächste Event:

  • Ein eigenes Verständnis für Networking entwickeln: was bedeutet Netzwerken für Dich? Wie wird Netzwerken etwas, was Du gerne magst, (oder nicht total hasst)? Was könnte Dir am Netzwerken Spaß machen? Finde heraus, wie Deine Teilnahme, einen Mehrwert für Dich hat. Das bedeutet, z.B., dass Du mit weniger Menschen sprichst, Dich Gruppen anschließt, anstatt Einzelgespräche zu führen oder nur online networkst. Möchtest Du Kontakte knüpfen, Ideen austauschen oder etwas lernen? Mit einem Ziel vor Augen fällt es leichter, spannende Gesprächspartner*innen zu finden. 
  • Die richtigen Events finden: du musst nicht zu jedem Event gehen und es ist auch mehr als in Ordnung zu Hause zu bleiben. Ob klein und persönlich oder groß und anonym, ob Networking-Brunch oder Afterwork-Drinks: finde eine Atmosphäre, in der Du Dich wohlfühlst. 
  • Authentisch bleiben: Du musst nicht extrovertiert sein, um gute Netzwerke aufzubauen. Authentizität ist der Schlüssel, um Vertrauen zu schaffen und nachhaltige Beziehungen aufzubauen. 

Fazit: Netzwerken umdenken in der New Work-Welt

In der New Work-Welt kann Networking zu einer bereichernden Erfahrung werden, die nicht nur beruflichen Erfolg, sondern auch persönliches Wachstum ermöglicht. Das Umdenken im Networking-Ansatz ebnet den Weg zu nachhaltigen Beziehungen - und macht Netzwerken um einiges entspannter.