Gemeinsam gegen die Pandemie: Unicorns Corona-Testzentren

Mai, 2021 , 3 min


Seit März 2021 führt Unicorn als „beauftragter Dritter des Gesundheitsdienstes” kostenfreie Corona-Bürger*innen-Tests durch – und nutzen dafür auch die Räumlichkeiten unserer Workspaces. Anfang des Jahres, noch bevor wir offiziell damit beauftragt wurden die kostenfreien Bürger*innentests durchzuführen, haben wir uns aktiv dafür entschieden in unseren ungenutzten Räumen im Unicorn Haus am Platz in Potsdam und im Unicorn Village in Neukölln Corona-Testzentren zu eröffnen. Seither führen wir hier (Bürger*innen)-Antigen- und PCR-Tests durch – 7 Tage die Woche. Aber, warum?  

Ein Problem braucht eine Lösung

Das Pandemiejahr 2020 hat auch unser Geschäftsmodell vor Herausforderungen gestellt und so standen von heute auf morgen ganz schön viele unserer Büroflächen leer. Das ist nicht nur ziemlich schade, sondern auch wenig profitabel. Also haben wir das gemacht, was Startups am besten können: agil, flexibel und kreativ umgedacht. Wie können wir unsere leeren Flächen während der Pandemie effektiv nutzen? Mit einem Corona-Testzentrum. Testen ist ein wichtiger Bestandteil der Pandemiebekämpfung, um Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Gerade Ende letzten Jahres, bevor Antigen-Selbsttests in der Apotheke oder im Discounter gekauft werden konnten, waren Testzentren der entscheidende Schlüssel der Teststrategie. Diese mussten schnell an Orten mit ausreichend Platz aufgebaut werden – einer Aufgabe, der wir uns angenommen haben. Auch jetzt, wo Schnelltests für den privaten Gebrauch leicht zugänglich sind, spielen Testzentren eine wichtige Rolle für die Test-Strategie der Bundesregierung und es ist wichtig, dass sich viele Menschen unkompliziert testen lassen können. „Es ist gut, wenn Beauftragte Dritte ihre Kapazitäten da, wo es möglich ist, ausweiten. Gemeinsam und mit vielen Anbietern gelingt es so, die Test-Strategie in Potsdam erfolgreich umzusetzen“, beschreibt Oberbürgermeister Mike Schubert die Zusammenarbeit zwischen Beauftragten Dritten wie uns und der Stadt. In Potsdam haben wir deswegen unser Testzentrum im April um ein Testzelt erweitert und können hier nun bis zu 5.000 Bürger*innen täglich testen. 

Wirtschaft, Politik und Kunst in Corona-Zeiten

„Die Teststation befindet sich in einem schönen Hinterhof, wo ich mir neben dem reibungslosen Ablauf auch eine Galerie anschauen durfte, die den Empfangsbereich schmückt. Ich bedanke mich für die Führung und nicht zuletzt für das Engagement” twitterte Berlins Gesundheits-Senatorin Dilek Kalayci nachdem sie unser Testzentrum im Unicorn Village besuchte. Die Testzentren beweisen nicht nur, wie schnell wichtige Angelegenheiten verwirklicht werden können, wenn Wirtschaft und Politik zusammenarbeiten, sondern auch, dass immer Raum für Kreativität ist. So haben wir in unserem Testzentrum in Neukölln gemeinsam mit dem Portrait- und Dokumentarfotografen Florian Reimann eine Kunstausstellung im Wartebereich des Corona-Testzentrums kuratiert. Coronatest, but make it fashion, quasi. Im Village kann beim Warten auf den Test das visuelle Tagebuch einer verrückten Zeit, die Fotografie-Serie „Ay, Corona!”, bestaunt werden. Außerdem haben wir im Unicorn Village Kapazitäten für bis zu 3.000 Tests am Tag und können bei einer Positivquote zwischen 0,5 % - 1 % dafür sorgen, dass Infektionen frühzeitig erkannt werden.

Warum wir die Testzentren gerne wieder schließen wollen

Die Antwort liegt auf der Hand! Auch wenn Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft und Kunstausstellungen cool sind  und wir uns freuen, dass wir mit den Testzentren einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten können, ersehnen wir uns, wie alle, ein schnelles Ende der Pandemie. New Work-Teambüros und großartiger Baristakaffee ist, was wir besonders gut können und wofür Unicorn steht – und Kunstausstellungen gehen auch ohne Testzentrum. Wir möchten, dass unsere Workspaces wieder zu Orten der physischen Begegnung werden können, in denen kreativ miteinander gearbeitet werden kann – ohne Beschränkungen. Bis wir jedoch an diesem Punkt angekommen sind, werden wir das tun, was wir eben gerade am besten können: testen, testen, testen!